Samstag, 6. August 2011

Weltexperte verrät deutschen Meister 2011/2012

Foto: Manos Radisoglou / www.jugendfotos.de, CC-Lizenz
Viel wurde wieder einmal spekuliert, expertiert und lamentiert. Dortmund wird wieder Meister! Bayern wird Meister! Alles Quatsch, wie sich nun offenbart. Weltexperte und Fußballgott Heknel, D. gab vor wenigen Minuten den Meister der Saison 2011/2012 der ersten Fußballbundesliga bekannt. Demnach steht die Liga vor einer mittel- bis ziemlich großen Überraschung. Erstmals in der Geschichte werden zwei Meistertitel vergeben. Heknel, D. zu folge teilen sich der letzte Spielzeit untergetauchte SV Werder Bremen und Aufsteiger FC Augsburg die Schale, Ruhm und Ehre. Am 29. Spieltag werden Bremen und Augsburg punktemäßig unaufholbar vorne liegen, am 34. Spieltag dann die Sensation: Punkt- und torgleich wird in beiden Städten der schönste und erfolgreichste Fußball gefeiert. Weltexperte Heknel, D. freut sich schon auf diesen Tag: "Ich werde Jan Henkel sagen: Siehste, Vollidiot!" Um dann nach Bremen zu fliegen und mit den Spielern eine ausgelassene Orgie zu feiern. Die Frage, was mit den Bayern am Ende sei, kommentiert der Weise süffisant mit den Worten: "Absteigen werden sie nicht, nehm ich an." Konfrontiert mit der Frage nach der Quelle seiner Aussagen gibt sich Heknel bedeckt. Er wisse es halt, sagt er und ergänzt: "Die Sache mit Freiburg könnte natürlich auch ganz anders ausgehen."

Dienstag, 15. März 2011

Wie Zucker, EnBW!

Hans-Peter Villis gegen die Wand  Foto: EnBW
Es ist halt alles nur ein Spiel mit der Atomkraft. Sagt einer, der es wissen muss. Hans-Peter Villis, Vorsitzender des Vorstandes von EnBW, dem sympathischen Familienunternehmen aus Baden-Württemberg, zeigt sich im Interview mit der ARD rational bis zynisch. Je nach Standpunkt eben.
O-Ton Villis:
"Wir müssen mit der Bundeskanzlerin ins Gespräch kommen, das hat sie uns ja signalisiert, müssen schauen, wie wir mit dem Moratorium  umgehen. Und nach drei Monaten wird das Spiel ja wieder neu gespielt."
Glatte Eins, aber doch durchgefallen. War der Pressesprecher wohl gerade auf Krisenkommunikationskurs bei Tepco?

Igitt, Post!

Dufter Postgruß Foto: Post
Der Frühlig naht, man spürt es aller Orten. Die Temperaturen steigen, die Penner sitzen wieder im Park und der Duft von Frische breitet sich aus. Sogar auf Postkarten und Briefen. Sofern man denn in den letzten Tage Briefmarken der Deutschen Post erworben hat. Für 45 Cent erhält man neben dem Postwertzeichen den Duft "Maiglöckchen", für 55 Cent "Rosenblüten". Das eine riecht nach Babykotze, das andere nach 55 Cent Duftwasser im 3 Liter Flakon. Ein wenig daran gerieben versprühen diese Briefmarken einen Duft. "Ein duftender Gruß für ihre Post", heißt es vom Herausgeber. Lautet die Frage, was das denn nun soll? Neben langweiligen Blumenmotiven auch noch ein Kopfschmerzreiz? Na vielen Dank! Vermutlich dient das Marken-Deo aber mehr als Lufterfrischer diverser Briefkästen. Damit die anderen Briefe und Karte mit schönen Marken nicht so stinken. Ist ja nicht so, als wären unsere Briefkästen Horte der Frische und Hygiene. Allzu gerne werden in den gelben Behältern neben Versandware ja auch Abfälle aller Art deponiert. Aber das ist nur eine Theorie. Trotzdem, liebe Post, wenn ihr schon eure Briefmarken mit Benzylbenoat und Hexylcinnama verunreinigen müßt, fragt bitte vorher nach wer den Mist haben möchte!

Montag, 14. März 2011

Der Weltexperte Heknel, D. zur Katastrophe in Japan

+++EXKLUSIV+++
 
heknel.de: Japan hat großes Pech dieser Tage. Erst bebt die Erde wie nie gesehen, dann kommt das Meer. Dann bricht ein Vulkan aus und schließlich explodieren die Atomkraftwerke. Läuft was mit dem Karma schief in Japan?
Weltexperte: Nun, auf Karma sollte man nicht setzten. Das geht meistens schief. Das sind natürlich keine singulären Ereignisse, die da von statten gehen. Der Tsunami war eine Folge des Bebens, das Problem mit den Atomkraftwerken resultiert aus Beiden. Blöd ist aber, das eine Stromfabrik explodiert, wenn sie keinen hat. Da liegt ein Konstruktionsfehler vor. 
heknel.de: Kommen wir nochmal auf das Karma zurück. Könnte es nicht sein, das der Walfang der Japaner ihr Karma ins Minus gerissen hat?
Weltexperte: Wer schreibt denn ihre Fragen? Persönlich halte ich das für ausgeschlossen, aber da fragen Sie besser bei den Grünen nach.
heknel.de: Ist also Joschka Fischer an der Katastrophe schuld?
Weltexperte: Ich bitte Sie! 
heknel.de: Die Ereignisse in Japan sind die am besten dokumentierten Katastrophen jemals. Welche Auswirkungen hat das auf den Rest der Welt?
Weltexperte: Zum einen schafft das Empathie. Durch die apokalyptischen Bilder des Tsunamis wird eigene Verwundbarkeit deutlich und somit ein Mitgefühl für die Opfer erzeugt. Zum anderen wird durch eine eng vernetzte Welt quasi jeder zum Betroffenen. Jeder kennt Jemanden aus oder mit Kontakt zu Japan. Die Katastrophe wird global und betrifft jeden auf unsere Erde. Ausgenommen die, die weder einen Fernseher, noch Zeitung noch Internet besitzen
heknel.de: Wird es nicht Zeit ein globales Erdbebenverbot durchzusetzen?
Weltexperte: Höchste Zeit sogar. Auch wenn die juristische Belangung schwierig werden könnte.
heknel.de: Und dann begnügt sich Angela Merkel mit einem Moratorium?
Weltexperte: Nun, sie begrenzte dieses auf den Ausstieg aus dem Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Atomenergie. Sofern ich da richtig informiert bin. Schauen Sie, der Punkt ist doch recht eindeutig. Die Nutzung der atomaren Energiegewinnung ist ein russisches Roulettspiel. Einen wird es treffen. Dumm ist hierbei nur, das dann alle eine Kugel im Kopf haben. Sollten die japanische AKWs einen Super-Gau hinbekommen und da bin ich mir sicher, wird nicht nur Japan davon betroffen sein. Diese Ereignisse müssen einen Wendepunkt in unserem Denken darstellen, wir können doch nicht ernsthaft uns solche Risiken auf bürden. Wir wissen ja nicht mal, wie wir mit dem Abfall umgehen sollen!
heknel.de: Sie sprechen sich also gegen ein allgemeines Verbot von Erdbeben aus? Wieso?
Weltexperte: Danke für dieses Gespräch!


Der richtige Schritt aus falschen Motiven

Explosion im AKW Fukushima
In Japan explodieren die Atomkraftwerke, niemand weiß, was im Inneren der Reaktoren vor sich geht und die Betreibergesellschaft mutmaßt über erste Kernschmelzungen. 9000 Kilometer entfernt steht die deutsche Kanzlerin vor den Kameras in Berlin und verkündet einen dreimonatigen Ausstieg aus dem Ausstieg des Ausstiegs. Das wirkt handelnd, die Sicherheit gehe nun mal vor. Diese Pause solle ein Moratorium sein, sprich ein Aufschub. Nichts weiter. Den will die Kanzlerin nutzen, um sämtliche 17 AKWs in Deutschland überprüfen zu lassen. Wohl auf ihre Sicherheit. In dieser Zeit laufen zwei Restlaufzeiten aus, so dass die Uraltmeiler Neckarwestheim und Biblis A vom Netz gehen werden. Und was folgt dann? "Ergebnisoffen" werde untersucht, heißt es von der Kanzlerin. Wenn alles sicher ist, wird es weiter gehen. Der Atomausstieg bleibt ein Auslaufmodell. Genau wie die Technologie. 80% der deutschen Bevölkerung wünscht sich nach einer heutigen Blitzumfrage der ARD den Ausstieg zurück. Kurz vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg blieb Merkel also nicht viel übrig, als ein Moratorium auszurufen. Und es folgen noch ein paar Wahlen dieses Jahr. In der CDU will man sich eigentlich von einer Brückentechnologie diese nicht versauen lassen. Drumrum kommen wird man um das Thema allerdings nicht. Dazu hat Japan viel zu deutlich werden lassen, wie unkontrollierbar solch eine Energiegewinnung ist. Tschernobyl ist gerade mal 25 Jahre her, aber der Mensch ist gut im vergessen. Tatsächlich ist die Reaktion der Bundesregierung reine Kosmetik, ein Kurs, eine Linie wird vorgegaukelt. Die Risiken sind bekannt, nur konnten sie bis zum Wochenende gut ignoriert werden. Selbst wenn jetzt Deutschland einen Alleingang wagt und bis 2020 tatsächlich den Einstieg in den Ausstieg schafft, gibt es europaweit genug Schrottmeiler, die noch wesentlich rascher abgeschaltet werden müßten. Temelin ist da nur die Spitze. Eine europäische Lösung muß her und sie kann nur lauten: Das Atomzeitalter ist endgültig vorbei!

Werder kämpft sich an Tabellenspitze

Werder Bremen kämpft sich weiter an die Tabellenspitze heran. Nach dem Unentschieden gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag hat Werder vier Plätze in der Tabelle gut gemacht. Das gefühlte Siegtor durch Sandro Wagner in der 39. Minute reichte nicht, denn in der 92. nutze Dante die Chance zum Ausgleich. Dennoch bleiben Bremen acht Spieltage um die Meisterschaft noch zu erreichen. Bei vier Plätzen pro Unentschieden muß sich die Borussia aus Dortmund warm anziehen, das der Rekordmeister nicht doch noch überraschend an ihr vorbeizieht. Währenddessen zieht die Trainerfrage an der Weser vorbei, Thomas Schaaf freut sich, denn sowohl Wagner als auch Bargfrede zeigen wieder ihr Können. Zu den Baustellen in Hamburg, Wolfsburg, Gelsenkirchen und anderswo fällt Schaaf nur ein Satz ein: "Wenn du zu hause nicht kochen kannst, stimmt vielleicht was mit dem Herd nicht." Oder anders gesagt: Zu hause ist da, wo das Tor fällt.

Sonntag, 13. März 2011

Experten verwundert: Spiegel titelt fast zweimal in folge korrekt

Das Randgruppenmagazin Der Spiegel hat es geschafft, zwei Titelthemen fast in Folge korrekt zu formulieren. Sowohl der Verband der Deutschen Zeitschriftenverleger als auch der Deutsche Verband der RedigiereInnen zeigte sich verwundert. "So etwas erlebt man eigentlich nicht in einem Menschenleben, auch wenn man es gesund führt.", sagte Elmar Günthers vom DVR. heknel.de gratuliert von Herzen und Weltexperte Heknel, D. rät: "Das Dritte ist immer mit Vorsicht zu genießen."


Spiegel vom 14.3.2011

Spiegel vom 28.2.2011